Bohnen – Beliebte Gemüsesorte in Georgien

Bohnen sind eine sehr beliebte Gemüsesorte in Georgien. Es gibt viele verschiedene Arten von Bohnen, die in der georgischen Küche verwendet werden können. Es gab Zeiten, als in der georgischen Küche stattdessen Linsen, Erbsen, Kichererbsen und Platterbsen verwendet wurden. Tatsache ist, dass die Einführung von Bohnen diese gesamte repräsentative Liste in den Hintergrund gerückt hat und einige von ihnen sogar vergessen wurden. Oft akzeptieren die Menschen gerne das Neue, aber gleichzeitig vergessen sie das Alte, ohne nachzudenken.

Georgiens vielfältige Bohnenkultur: Einblicke in die kulinarische Tradition des Landes

Bohnen wurden erstmals im 16. Jahrhundert aus Europa nach Georgien importiert und in ganz Westgeorgien verbreitet. Später wurde es auch in Ostgeorgien angebaut. Im Laufe der Zeit wurden neue Bohnensorten gezüchtet. Bohnen werden in Georgien sowohl in getrockneter als auch in roher Form hergestellt. Gerichte aus grünen Bohnen sind eher ein wesentlicher Bestandteil des Essens im Sommer. Die besten georgischen Bohnengerichte werden daraus hergestellt. In restlichen Jahreszeiten bereitet man Gerichte aus roten (Kidney) Bohnen.

Bohnen in der georgischen Küche: Eine kulinarische Reise durch die verschiedenen Zubereitungsarten

Die Kultur der Bohnenzubereitung ist in Ost- und Westgeorgien unterschiedlich. Der Hauptunterschied liegt in den Gewürzen und Kräutern.

Das traditionelle Rezept in Westgeorgien ist, dass man Zwiebeln, Lauch und Sellerie zusammen mit Bohnen kocht. Wenn sie gekocht sind, fügt man Salz, roten Pfeffer, getrocknete Gewürze (meistens Bockshornklee und getrockneten Koriander), frischen Koriander, Petersilie, herzhafte, geschnittene Walnüsse und Knoblauch hinzu. Dann wird alles gestampft.

Lobio, traditionennes georgisches Gericht
Lobio, traditionennes georgisches Gericht

Es gibt eine andere Möglichkeit, Bohnen zuzubereiten: Zwiebeln werden in Öl gedünstet und dann zu gekochtem Gemüse gegeben. Das Prinzip der Weiterverarbeitung ist fast dasselbe.

Es gibt kein genaues Rezept für Bohneneintopf. Es sollte nach dem Geschmack gewürzt werden. Dank seiner Geschmackseigenschaften ermöglicht es eine Vielzahl von Geschmacksrichtungen. Für den festlichen Tisch werden Bohnen mit Nüssen und Granatapfel gefüllt und nicht gestampft.

Bohnenzubereitung in Ratscha: Traditionelle Kunst der georgischen Küche

Die in der Bergregion Ratscha zubereiteten Bohnen sind Gegenstand einer gesonderten Diskussion. Für die Bewohner in Ratscha ist die Vorbereitung ein ganzes Ritual. Als Fett verwenden sie Schinken. Bohnen werden in Schinkenbrühe gekocht, manchmal mit Schinken. Wer mindestens einmal Bohnengerichte Ratscha probiert hat, wird deren Aroma nie vergessen. Mit Schinken vermischten Bohnen werden aus den legendären Lobianis (Fladenbrot mit Kidneybohnen-Füllung) gebacken, aber die Haut wird entfernt, um eine weiche Konsistenz und eine helle Farbe zu erhalten.

Traditionelle Bohnenzubereitung in Ostgeorgien: Einblick in die beliebte Gemüseküche Georgiens

In Ostgeorgien kocht man aus Bohnen traditionell Suppe. Es ist eher ein saftiges Gericht. Ihr Aroma wird maßgeblich von Minze und Koriander bestimmt. Zu gekochten Bohnen gibt man im Fett gedünstete Zwiebeln und Kräuter. Das Aroma unterscheidet sich stark von den traditionellen Bohnen in Westgeorgien.

Bohnen im Tontopf
Bohnen im Tontopf

In Ostgeorgien ist auch folgendes Bohnengericht verbreitet: Bohnen werden mit verschiedenen Kräutern (sie müssen auch Minze und Koriander enthalten), sowie Salz, rund geschnittenen Zwiebeln, Sonnenblumenöl und Essig verfeinert. Im Sommer fügt man dem Gericht frisches Basilikum hinzu. Man könnte sagen, dass diese Variante eher ein Salat als ein Hauptgericht ist.

In Kacheti gibt es ein weiteres einfaches Rezept, das in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Sein Geschmack ist einfach – frisch gekochte rote Bohnen werden mit Salz und Butter gewürzt. In diesem Fall bestimmt seinen Geschmack die hohe Qualität der Produkte.

In Westgeorgien isst man zu den Bohnen in Mtschadi (Maisbrot), Käse, Gurken und frische Kräuter, im Osten dagegen eher in Tone (Tonofen) gebackenes Brot. Dazu passt auch sauer angelegtes Gemüse.

Quelle: Marani

Käseherstellung in Georgien

Die Tradition der Käseherstellung in Georgien reicht Jahrtausende zurück. Die Tatsache, dass man dort achttausend Jahre alte Käselagerbehälter gefunden hatte, gibt uns Bedenken, dass Georgien nicht nur die Heimat des Weins, sondern auch des Käses sein könnte. Käse ist eines der Hauptprodukte der Lebensmittelration der georgischen Bevölkerung, das nicht fehlen darf.

Käseherstellung in Georgien: Eine Vielfalt an einzigartigen Käsesorten

Man kann genau nicht sagen, wie viele Arten es von georgischem Käse gibt. Gegenwärtig sind offiziell 14 Käsesorten registriert: Dambal-Chatscho, Tschogi, Tenili, Kalti, Kobi, atscharisches Tschetschili, meßchetischer Tschetschili, Sulguni, megrelischer Sulguni, swanischer Sulguni, Guda-Käse, tuschuri Guda, imeretinischer und georgischer Käse. Bei Georgiern sind immer noch am beliebtesten imeretinischer Käse und Sulguni.

Sulguni, georgischer Käse
Sulguni, georgischer Käse

Wenn wir über georgischen Käse sprechen, denken wir zuerst an Sulguni, oder Käsesorten aus Imereti und Tuscheti (Guda-Käse). In den letzten Jahren ist der georgische Käse bekannter geworden. Dies war der Anlass, danach zu forschen. So hat man viele Käsesorten entdeckt, die nach alten Traditionen hergestellt werden und man von denen nie zuvor gehört hatte. In Georgien liebt man Käse besonders. Ohne dieses Produkt ist die georgische Tafel kaum vorstellbar.

Sulguni ist ein traditioneller Käse, der in Samegrelo und Swaneti aus Kuh- oder Büffelmilch hergestellt wird. Frischer, knuspriger Käse wird in kochendem Wasser oder Milch verarbeitet. Durch Kneten erhält Sulguni seine charakteristischen Strukturschichten. Er lässt sich leicht mit verschiedenen Produkten kombinieren. Sulguni kann knusprig, trocken, gereift, geräuchert oder mit traditionellen Gewürzen, Honig oder Wein aromatisiert sein.

Imeretinischer Käse ist ein weicher, poröser Käse. Er wird aus Kuhmilch hergestellt, hat einen moderaten Salzgehalt. Traditionell verwendet man ihn, um Chatschapuri zu backen.

Guda-Käse ist ein gelblich-grauer Käse aus Schafsmilch, der in Schaffell gereift wird. Diesen Käse stellt man in Tuscheti her. Der Käse hat einen scharfen Geschmack und ein scharfes Aroma und ist ideal für heißes Brot aus Tone.

Georgische Käsesorten: Tenili, Tschogi, Kalti, Kobi
Georgische Käsesorten: Tenili, Tschogi, Kalti, Kobi

Tenili-Käse macht man aus Kuhmilch. Die Herstellung ist ein ziemlich schwieriger und langer Prozess. Der in Stränge unterteilte Käse gibt man in einen Topf. Dann wird er gesalzen, mit Sahne übergossen und im Boden mit dem Deckel gelagert. Man gießt Asche von der Oberseite des Topfes und so wird er gereift. Tenili ist ein meßchetischer Käse und hat einen besonderen Geschmack – die weichen Stränge des Käses und die flauschige Struktur der Sahne bilden ein ideales Tandem.

Tschogi – Käse aus Tuscheti wird normalerweise im Juli und August aus roher Schafsmilch hergestellt.

Kalti – Diese Käseart ist in Bergregionen verbreitet. Getrocknet Kalti war hauptsächlich das Futter von Hirten. Außerdem kann man damit den Hunger perfekt bekämpfen. Kalti macht man aus Nadugi (Quark ähnliche Masse). Er kommt dem Parmesan nahe.

Kobi wird aus halbentrahmter oder entrahmter Kuhmilch hergestellt, auch mit Schafsmilch gemischt. Dieser köstliche Käse passt hervorragend zu Toni-Brot.

Georgischer Käse wird aus Kuh-, Schaf-, Ziege-, Büffelmilch oder deren Mischung hergestellt. Im Falle einer Mischung sollte die Menge an Kuhmilch jedoch nicht weniger als 50% betragen.

Im positiven Sinne: vom Käse besessen

„Die Geschichte der Käseproduktion in anderen Ländern der Welt ist viertausend Jahre alt, und in unserem Land ist ein 8.000 Jahre altes Käsespeichergefäß gefunden worden. Daher glaube ich, dass wir das Recht haben, Georgien nicht nur die Heimat des Weins, sondern auch die Heimat des Käses zu betrachten“, sagte die Gründerin des Käsehauses Anna Mikadse-Tschikwaidse. Als sie erfahren hat, dass es mehr Käsesorten in Georgien gibt, als man kennt, war so fasziniert, dass sie sich entschieden hat, ihr Leben dem Käse zu widmen. Fünf Jahre lang reiste er durch das ganze Georgien, traf alte Menschen in Bergen und lernte Rezepte von Käsesorten mit alten Traditionen.

Anna Mikadse-Tschikwaidse eröffnete ein Käsegeschäft. Es ist ein Museumsladen, in dem sie viele „Käse-Gegenstände“ als archäologischen Beweis dafür gesammelt hat, dass in Georgien seit langem Käse hergestellt wird.

Käsehaus

Nach ihren Worten, wird nirgendwo so viel Käse gegessen wie in Georgien. Die Georgier essen Käse zu jeder Mahlzeit: zum Frühstück, Mittag- und Abendessen.

Derzeit arbeitet sie an dem Buch „Geschichte von Käse“, das alles beschreibt, was sie über georgischen Käse gelernt und herausgefunden hat: Rezepte, Technologien, das Geheimnis der Herstellung von altem georgischem Käse. Sie möchte damit einen gewissen Wegweiser erfassen, der jedem Menschen bei der Herstellung von georgischem Käse hilft. [Bildnachweis: Käsehaus in Tbilissi]

In 2010 fand in Tbilissi ein Käsefestival statt. Seitdem findet die Veranstaltung jährlich statt, manchmal sogar mehrmals im Jahr.

Quelle: AgroNews

Kichererbsen und Linsen in georgischer Küche

Verbreitung von Kichererbsen und Linsen: Georgien entdeckt die Vielfalt der Hülsenfrüchte

Kichererbsen und Linsen in georgischer Küche gehören zu den ältesten und vielseitigsten Zutaten des Landes. Lange bevor Bohnen ihren festen Platz in der Alltagsküche fanden, prägten diese Hülsenfrüchte die Ernährung vieler Regionen. Heute erleben sie eine Renaissance – als nahrhafte, nachhaltige und kulturell tief verwurzelte Bestandteile der georgischen Esskultur.

Hülsenfrüchte in Georgien
Hülsenfrüchte in Georgien

Warum Kichererbsen und Linsen in georgischer Küche so bedeutend sind

Kichererbsen und Linsen sind seit der Antike im Kaukasus verbreitet. Historische Quellen, botanische Studien und archäologische Funde zeigen, dass Georgien über Jahrhunderte eine beeindruckende Vielfalt an Hülsenfrüchten kultivierte. Besonders in Bergregionen wie Ratscha entwickelten sich einzigartige Sorten, die geschmacklich und kulturell eine wichtige Rolle spielten.

Die Geschichte der Kichererbse in der georgischen Küche

Die Kichererbse wird erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt. Der Schriftsteller Sulchan-Saba Orbeliani nennt sie „Erewindi“, ein Begriff mit griechischem Ursprung. Später setzte sich der Name „Muchudo“ durch, der laut Historiker Iwane Dschawachischwili aus dem Persischen Nuchud stammt.

Einige Botaniker – darunter Leonid Dekaprelewitsch – vermuteten sogar, dass die Kichererbse einheimisch sein könnte. Sicher ist: Zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert war sie bereits fest in der georgischen Landwirtschaft und Küche verankert.

Ratscha – das Herz der georgischen Kichererbsenvielfalt

In den 1920er Jahren untersuchten Dekaprelewitsch und Wladimer Menabde die Hülsenfrüchte der Bergregion Ratscha. Ihre Erkenntnisse:

  • 24 verschiedene Formen der Kichererbse
  • Einteilung nach Blütenfarbe:
    • weißblütig (3 Formen)
    • rosablütig (7 Formen)
    • rotblütig (14 Formen)
  • Vorherrschend: mittelgroße Körner
  • Besonders geschätzt: weißblütige Sorten wegen ihres Aromas und Nährwerts

Keine andere Region Georgiens zeigte eine vergleichbare Vielfalt – ein Hinweis auf die besondere Rolle Ratschas in der georgischen Küche.

Linsensuppe in der georgischen Küche

Die Linse – eine fast vergessene Zutat der georgischen Küche

Über den Linsenanbau im alten Georgien gibt es nur wenige schriftliche Hinweise. Ein russischer Gesandter erwähnte im 17. Jahrhundert ihren Anbau in Ostgeorgien. Dschawachischwili vermutete, dass die Georgier ursprünglich einen eigenen Namen für die Linse hatten – schließlich gehört sie zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Im Mittelalter war die Linse so verbreitet, dass Linsensuppe zu den alltäglichen Hauptgerichten gehörte.

Warum Linsen aus der georgischen Küche verschwanden

Mit der Einführung der Bohne im 17. Jahrhundert änderte sich vieles. Bohnen waren ertragreicher, grobkörniger und leichter zu ernten. Viele Bauern stellten deshalb den Linsenanbau ein. Die Vielfalt der Hülsenfrüchte schrumpfte – obwohl in Georgien einst rund 50 Arten kultiviert wurden, darunter Lupinen, Soja, Kichererbsen und Linsen.

Traditionelle Zubereitung: Kochen im Tontopf

Archäologische Funde belegen, wie hoch entwickelt die georgische Keramikproduktion war. Hülsenfrüchte wurden oft stundenlang im Tontopf am offenen Feuer gekocht – eine Methode, die den Geschmack besonders intensiv erhält. Der Historiker Giorgi Goziridse beschreibt die Entwicklung der Kochstellen:

  • zuerst offenes Feuer
  • später offene Küchenräume mit aufgehängten Töpfen
  • Kochen am Kamin und im Ofen
  • später auch in Kupfertöpfen

Diese langsame Zubereitung prägte den Geschmack vieler traditioneller Gerichte.

Selbstversorgung und Vielfalt – die Stärke der georgischen Küche

Die fruchtbaren Regionen Georgiens – besonders die Kolcheti-Ebene – machten das Land über Jahrtausende weitgehend selbstversorgend. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Georgien jemals Weizen importieren musste. Die Vielfalt an Getreide- und Hülsenfrüchten war groß genug, um die Bevölkerung zu ernähren.

Fazit: Kichererbsen und Linsen in georgischer Küche – alte Zutaten, neue Aufmerksamkeit

Kichererbsen und Linsen in georgischer Küche erzählen Geschichten von Handel, regionaler Vielfalt und jahrhundertealter Kochtradition. Heute, wo traditionelle Sorten und nachhaltige Ernährung wieder an Bedeutung gewinnen, lohnt sich der Blick zurück auf diese fast vergessenen Schätze.

Kulinarisches Festival «Gemo Fest» in Kutaissi

Die Nationale Verwaltung für Tourismus des Ministeriums für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung Georgiens hat kulinarisches Festival «Gemo Fest» in Kutaissi veranstaltet. «Gemo» bedeutet in Georgisch Geschmack. Das Festival fand am 17. und 18. Juni in Kutaissi statt. Dies war mittlerweile das dritte Festival. In vergangenen Jahren fanden Sie in Ratscha und Swaneti statt.

Kulinarisches Festival «Gemo Fest» in Kutaissi
Kulinarisches Festival Gemo Fest © GNTA

Am Festival nahmen 17 Veranstalter aus Kutaisi, Wani, Zkaltubo, Terdschola, Sestaponi, Argweta und Sasano teil. Eingerichtet waren verschiedene Stände mit lokalen köstlichen Gerichten, einen Agrarindustriemarkt, einen Bauernmarkt, eine Bar und eine Bühne für Musikveranstaltungen. Die Teilnehmer des kulinarischen Festivals präsentierten sowohl traditionelle als auch seltene und wenig bekannte Gerichte aus Imereti.

Auf dem Festival waren auch Vertreter*innen der internationalen Medien anwesend, die von diesem Fest bwz. über touristische Ziele in Georgien berichten werden. Sie waren bereits in Tbilissi, Signagi, Kwareli, Mzcheta, Uplisziche und Martwili. 

Der Zweck des «Gemo Fest» besteht darin, die lokale Küche in den Regionen zu fördern, Unternehmer / Familien zu unterstützen und den Strom inländischer und internationaler Reisender zu erhöhen.

Quelle: Nationale Verwaltung für Tourismus

Kacheti – das beste Weinziel des Jahres 2023

VinePair, einer der größten digitalen Weinplattformen in den Vereinigten Staaten hat Top Ten von Weinregionen für einen Besuch in 2023 veröffentlicht. Die Weinregion Kacheti steht als am ersten Platz als das beste Weinziel des Jahres 2023. Die Publikation empfiehlt den Lesern, nach Georgien zu reisen und in der Weinregion Kacheti Wein zu probieren.

Weine mit Hautkontakt, Reifung in Amphoren, Weinherstellungstechniken mit geringem Eingriff – all diese aktuellen Weintrends lassen sich auf die alten Weinbaupraktiken Georgiens zurückführen, daher ist es kein Wunder, dass die Region derzeit so heiß ist. Mit einer über 8.000-jährigen Weinbaugeschichte wird Georgien oft als «Geburtsort des Weins» bezeichnet.

Neben Georgien wurden Frankreich, Portugal, Peru, Italien, Spanien, Kroatien, Neuseeland, Kalifornien und Texas zu den besten Reisezielen gekürt.

Es gibt keine bessere Region, um in den Wein einzutauchen als Kachetien. Dies ist die beste Weinregion in Georgien. Zu den besten Rebsorten der Region, die eine Autostunde von Tiflis entfernt liegt, gehören: Saferavi und Rkatsiteli. Die Weingärung findet in einem Tongefäß, einem Krug, statt. Diese Tradition steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes, steht in der Publikation.

Im Artikel werden berühmte Winzereien, Weingüter, Manufakturen und Museen beschrieben. Dazu gehören u.a. Wasisubani-Anwesen sowie Weinfabrik Kardanachi und Akido, wo Gäste geführte Verkostungen inmitten der atemberaubenden Weinberge genießen können. Auch das Zinandali-Anwesen und mit Museum ist dabei. Im Weingut Zinandali wurde der Wein erstmals in Georgien abgefüllt. Die Sammlung erlesener Weine von Fürst Aleksandre Tschawtschawadse umfasst über 15.000 Flaschen, wobei die älteste aus dem Jahr 1814 stammt.

Kacheti, – das beste Weinziel des Jahres 2023; Zinandali-Anwesen

Georgische Weine auf gastronomischem Festival in Marseille

Georgische Weine werden auf gastronomischem Festival „SAVIM – Gastronomie- und Winzermesse“ präsentiert. Dies wird durch die Nationale Weinagentur Georgiens und den Importeur georgischer Weine „Le Pont Caucasien“ [Die Kaukasische Brücke] unterstützt. Das renommierte Festival findet vom 21. bis 24. Mai in Frankreich, Marseille statt und wird Weinimporteure aus verschiedenen Ländern des französischen Marktes vorstellen. Der Leiter der Firma „Le Pont Caucasien“, Önologe Ilia Kachoidse, wird den Gästen des Festivals die in Frankreich bereits zum Verkauf stehenden Weine vorstellen.

Poster von SAVIM © Nationale Weinagentur

Das Festival SAVIM findet seit 1989 statt und gilt als eine der führenden gastronomischen Veranstaltungen. Das Festival besuchen Restaurantketten, Weinbars und andere Vertreter des Weinhandels. Das Ziel ist, das Bewusstsein für georgischen Wein zu schärfen und sein Exportpotential zu erhöhen.

Die Nachfrage nach georgischem Wein, insbesondere nach Kwewri-Wein, wächst jedes Jahr in Frankreich, dem Land, das für seine Weinherstellung bekannt ist.

Im Jahr 2020 wurden 114.000 Flaschen Wein aus Georgien exportiert, 22% mehr als im Jahr 2019. Im Januar-April 2021 wurden 16.000 Flaschen Wein exportiert, ein Anstieg von 180% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Quelle und Bildnachweis: Poster von SAVIM © Nationale Weinagentur

Gastronomisches Festival in Tbilissi

Die Stadtverwaltung von Tbilissi veranstaltet das Gastronomische Festival „Probiere den Geschmack von Tbilissi“, bei dem Messen und Ausstellungen in der Hauptstadt organisiert werden. Die Verwaltung der Hauptstadt hat eine staatliche Ausschreibung für die Organisation des Projekts angekündigt.

Wie aus den Ausschreibungsunterlagen hervorgeht, ist es das Ziel des Projekts, die weltweiten gastronomischen Ereignisse des Festivals auf der Karte darzustellen und internationale Teilnehmer aus verschiedenen Ländern einzubeziehen.

Das Projekt sieht Veranstaltungen für zwei Jahreszeiten vor: für Frühjahrs- und Herbstsaison. Jede Saison umfasst drei Veranstaltungen zu je zwei Tagen an insgesamt drei Wochenenden.

Street Food

Konzept von Frühling / Herbstsaison beinhaltet die Teilnahme und Unterstützung lokaler Lebensmittelproduzenten. Die Teilnehmer der Veranstaltung sind Lebensmittelgeschäfte.

Jede Veranstaltung hat einen speziellen Raum mit einer bestimmten Kategorie / einem bestimmten Thema:
Veganes Essen;
Asiatisches Essen;
Koch / Köchin.

Das Konzept der Herbstsaison („Taste Tbilisi Street Food“) umfasst eine Reihe von Veranstaltungen, die aus hervorragenden Restaurants, sowie angesehenen Köchen aus lokalen und anderen Ländern bestehen. Die Teilnehmer der Veranstaltung sind Köche und Chefköche.

Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Quelle und Bildnachwqeis: Stadtverwaltung Tbilissi; Poster des Festivals 2020

Popularisierung des kulinarischen Tourismus

Die Nationale Verwaltung für Tourismus des Ministeriums für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung Georgiens sorgt unter anderem für die Popularisierung des kulinarischen Tourismus im Land. Die Verwaltung führt zusammen mit dem Gastronomie-Verein und dem Wirtschaftsverband für gastronomischen Tourismus kulinarische Touren in den Regionen durch.

Popularisierung des kulinarischen Tourismus

Das Ziel des Projekts ist es, kulinarische Routen der regionalen Küche Georgiens zu schaffen und bekannt zu machen, immaterielle kulturelle Werte zu präsentieren, den Inlandstourismus zu stimulieren und die Landwirtschaft zu fördern. Die erste Tour fand in Imereti statt. Ungefähr 20 Köche, Journalisten, Fotografen und kulinarische Blogger nahmen an der Tour teil.

Während der Tour halfen Chefköche den Gastgebern bei der Zubereitung des Gerichts, machten sich mit den lokalen Rezepten vertraut und dekorierten die Gerichte mit ihrer eigenen Vision, um sie den Gästen zu präsentieren.

Quelle und Bildnachweis: Nationale Verwaltung für Tourismus

Georgische Bäckerei in Aachen

Georgische Bäckerei in Aachen, Tone, georgischer Backofen
Tone, georgischer Backofen © IBK

In Aachen gibt es seit kurzem eine Bäckerei, in der berühmte georgische Spezialitäten gebacken werden. In der Bäckerei, die Tamari heißt, kann man typisch georgisches Brot aus Tone (Tongefäß) genießen. Das Besondere an dieser georgischen Bäckerei: das Tonis Puri kommt aus einem richtigen Backofen, wie er in Georgien verwendet wird. Es handelt sich um einen in der Erde eingelassenen Backofen.

Georgische Bäckerei in Aachen, Schotis Puri
Schotis Puri © IBK

Es gibt aber auch verschiedene Backwaren: diverse Arten von Chatschapuri, wie z.B. bootförmiges Atscharuli mit Ei und Butter in der Mitte, mit Blätterteig sowie Lobiani mit roten Bohnen.

Lassen Sie sich überraschen und genießen Sie leckere georgische Spezialitäten.

Die Lokalzeit Aachen des WDR hat davon berichtet. Hier kann man sich das Video ansehen.

Adresse: Adalbertsteinweg 130, 52066 Aachen, Tel.: 0241 46832105

Georgische Küche bei Europameisterschaft Bocuse d’Or

Die georgische Küche wird zum ersten Mal bei der kontinentalen Bocuse d’Or-Europameisterschaft vertreten sein. Am 15. und 16. Oktober 2020 findet in Tallinn der Kontinentalwettbewerb Bocuse d’Or Europe statt. 16 Länder nehmen an der Meisterschaft teil. 2 Tage lang treten sie in einem sehr dynamischen und spektakulären Wettbewerb gegen die führenden Profis auf diesem Gebiet an. Lewan Kokiasschwili, Gründer der Agentur für gastronomische Unternehmensberatung und Organisator von Bocuse d’Or Georgien, ist mit dem Team in Tallinn. Er erzählt, wie wichtig es für Georgien ist, an dieser Meisterschaft teilzunehmen.

Georgische Küche bei Bocuse d'Or, Poster für Wettbewerb in Tallinn Team Georgien
Poster für Wettbewerb in Tallinn Team Georgien
© Bocuse d’Or Georgien

„Man sollte wissen, dass das von uns präsentierte Gericht von führenden Köchen aus 15 europäischen Ländern verkostet wird. Diese sind in ihren Ländern nicht nur im Restaurantgeschäft tätig, sondern sie betreiben auch wissenschaftliche Forschungen, lehren an Universitäten und forschen gründlich die Kultur und Gastronomie ihres Landes. Bei dieser Veranstaltung reden wir sowohl über gastronomische Traditionen, als auch über Techniken, Ansätze und Taktiken der Köche“.

Vorteile für Georgien

Nach seinen Worten, ermögliche es ihnen, eine Nische auf der gastronomischen Weltkarte zu besetzen. Wenn Georgien einen Anspruch auf das beste gastronomische Erbe habe, dann sei dies der Ort, an dem es bewiesen werden könne.

„Durch die Teilnahme an dieser Veranstaltung erreicht Georgien Folgendes:

  • Das Bewusstsein für georgische gastronomischen Produkte werden geschärft, was eine Voraussetzung ist, um das gastronomische Potenzial Georgiens zu berücksichtigen.
  • Die Köche suchen immer nach neuen Aromen und Elementen des kulinarischen Erbes. Daher ist dies eine gute Gelegenheit, sie in unsere Gastronomie einzuführen. Das könnte eine Voraussetzung für die Entstehung einer unabhängigen (georgischen) kulinarischen Linie in ihrem Restaurantgeschäft werden. 
  • Außerdem wird der Beruf des Küchenchefs oder kulinarischen Forschers bekannt gemacht, was an sich eine Voraussetzung für die Qualitätsverbesserung ist.

Im Großen und Ganzen erhalten wir eine entwickelte, bekannte und anspruchsvolle georgische Gastronomie, die eine Voraussetzung für die vollständige Ausschöpfung des Potenzials des gastronomischen Tourismus ist“.

Georgien seit 2019 Mitglied der Bocuse d’Or-Familie

Georgien wurde 2019 offiziell ein neues Mitglied der Familie Bocuse d’Or. Es fand zum ersten Mal ein nationaler Qualifikationswettbewerb im Land statt. Deshalb nimmt Georgien am kontinentalen europäischen Wettbewerb von Bocuse d’Or teil. Bocus d’Or mit einer 30-jährigen Geschichte ist eine revolutionäre und prestigeträchtige gastronomische Meisterschaft, an der junge und talentierte Köche aus allen vier Kontinenten der Welt teilnehmen.

Georgische Küche bei Bocuse d'Or, Team Georgien
Team Georgien © Bocuse d’Or Georgien

Zum georgischen Team gehören Erik Sargsian, Gewinner des ersten Bocus d’Or Georgien, Lewan Kobiaschwili, Präsident von Bocuse d’Or Georgien, Irakli Todadse, Trainer des Teams und Kochhelfer Luka Chinkaladse.

Die Gewinner werden ihre Länder beim für 2021 geplanten Finale in Lyon vorstellen, das wiederum alle zwei Jahre im Rahmen der weltweit führenden gastronomischen Ausstellung „Sira“ stattfindet.

Man kann sich die Live-Übertragung ansehen. Das Team Georgiens beginnt den Auftritt am Donnerstag, dem 15. Oktober, um 9:30. Die endgültige Präsentation der georgischen Gerichte sollte um 15:00 Uhr enden.

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